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Rosarotes Blütenmeer

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Die prachtvoll blühenden Bäume versetzen mich jedes Jahr in Hochstimmung. Und bestimmt habe ich schon tausend Mal auf den Kameraauslöser gedrückt, um diese Wunder der Natur im Bild festzuhalten . Noch mehr Freude macht es, das kitschig schöne Rosarot der Kirschblüten aufs Papier zu malen. Und statt eines Handybilds, das ich sowieso nie ausdrucke, leuchtet die fröhlich-farbige Blütenskizze nun von der Kühlschranktür.  

Im Flow mit dem Skizzentagebuch

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Über Ostern habe ich in meinem jüngsten Skizzentagebuch geblättert. Wie schön es doch war auf der Bodensee-Segeltour im August 2020. Unterwegs hielt ich zeichnend, malend und schreibend Eindrücke und erlebte kleine Geschichten fest. Wegen der Coronapandemie führen Ausflüge zum See derzeit nur bis zur nächsten Hafenbank. Aber auch dafür lohnt es sich, Skizzenbuch und Stifte mitzunehmen. Denn kaum sind die Malsachen ausgepackt, schwups ist er da, der Flow. Im Flow sein heisst ja nichts anderes, als sich selbstvergessen einer beglückenden Tätigkeit hinzugeben.  

Bücher lesen und Flecken malen

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Vom Lesen übers Malen wird man keine bessere Malerin. Das geht nur mit üben. Trotzdem gibt es Kreativ-Bücher mit einer Fülle wertvoller Anregungen. Grossartig ist Felix Scheinbergers Buch DRAINTING (eine Neuschöpfung aus dem Wörtern DRAWING für zeichnen und PAINTING für malen). Der Künstler und Autor ist überzeugt, dass zeichnen und malen zwei Disziplinen sind, die eigentlich zusammengehören. Im Buch erklärt er anhand vieler Beispiele, wie sich die beiden Techniken spielerisch kombinieren lassen. Besonders effektvoll ist der Tipp mit dem Fleck, aus dem ein Fisch werden soll. Ich habe die Anregung umgewandelt und Fleckengesichter und Flecken-Wassertierchen gemalt.

Kritzelei mit Kugelschreiber und Polychromos

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Ein grauer Karton bleibt übrig, wenn das letzte Blatt vom Schreibblock weg ist.   So ein Karton lag neben mir, als ich kürzlich telefonierend auf dem Sofa fläzte. Und da lag auch dieser hübsche Kugelschreiber von Caran d’Ache , mit dem ich beim Plaudern auf dem Karton zu kritzeln begann. Intuitiv skizziert habe ich die einzelne Rose in der Vase auf unserem Stubentisch.     Mit pudrig-weichen Polychromos-Farbstiften gab ich dem Bild ein bisschen Pepp. Und weil es so Freude machte, entstand auf der Karton-Rückseite grad ein zweites Bild mit frei interpretierten Rosenblüten.  Die Polychromos müssen für mich gut gespitzt sein und werden bis zum letzten Zentimeter benutzt. Der mittlere Grauton des Kartons eignet sich übrigens sehr gut für Farbstiftzeichnungen. Auch Skizzenbücher mit grauen Seiten sind dafür toll. Mit weissem Farbstift (ist gut, wenn man mehrere davon hat) lassen sich helle Stellen hervorheben und mit dunklen Farben der Kontrast in die andere Richtung verstärken. Beides so

Winterblätter Meditationsmalen

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Wie schön, nach dem Spaziergang bei Minustemperaturen drinnen aufzuwärmen. Und weil der Kopf nicht mehr viel denken mag, male ich mit kühlen Farben ganz viele Blätter; eins ums andere, bis das Papier übersät ist mit grossen und kleinen Blütenblättern. Auslaufend setze ich als Akzent rote kleine Blätter. Die weissen Ränder um die Blätter geben dem Bild Frische. Und die mit weissem Gelstift gesetzten Punkte lassen es prickeln. So zu malen macht Spass und ist sehr entspannend. Durch das  x-fache Wiederholen der immer gleichen Blattform ist das Bild wie ein Zentangle entstanden. Auch da gilt: Nicht viel studieren, sondern die Formen und Farben einfach auf das Papier fliessen lassen.

Farbenlehre auffrischen

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Ich liebe das Spiel mit kraftvollen Kontrasten. Wer sich selber einen Farbkreis malt, ruft sich gleich die Basics der Farbenlehre in Erinnerung. Und sieht anschliessend auf einen Blick, welche Farben sich gegenüberliegen und somit am stärksten kontrastieren. Komplementärfarbenpaare sind rot und grün, blau und orange, sowie gelb und violett. Nur Mut, es macht viel Spass, sich beim Malen auf wenige dominierende Farbtöne zu beschränken. So wie bei meinen rot-grünen Schwestern. Auch beim Motiv habe ich Unterschiede betont: die eine hat sehr lange, die andere sehr kurze Haare, und trotzdem wirken die Frauen verwandt. Für das Spiel mit Farbkontrasten funktioniert fast jedes Material: Acrylfarben, Wasserfarben, Filzstifte, Farbstifte, Pastellkreiden, Wachsmalkreiden etc.    Madame Pàp  

Kreatives entspannen mit Zentangle

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Zentangle ist die geschützte Bezeichnung für eine Methode, bei der sich wiederholende Muster gezeichnet werden. Das Fantasiewort setzt sich zusammen aus dem Wort Zen – in Anlehnung an das japanische Zen und dem Wort Tangle, das unterschiedlich übersetzt wird mit verschlingen, verweben, verheddern. Das Tolle daran: Zentangle zeichnen fördert die Entspannung (dafür steht das Zen) und die Kreativität (dafür steht das Tangle). Und weil Muster zeichnen so leichtfällt, ist auch die Angst vor dem weissen Blatt Papier rasch wie weggeblasen. Probieren Sie es aus. Nehmen Sie Papier, ein paar Farbstifte , Filzstifte , Wasserfarben , etc. Zeichnen sie zum Beispiel ein Dreieck, einen Kringel, ein Herz oder eine andere grafische Form, wiederholen sie die gewählten Muster in verschiedenen Grössen, mit und ohne Schattierungen – nach Lust und Laune. Das funktioniert bald wie von alleine, und bewirkt eine Tiefentspannung, die jeder anderen Form von Meditation standhält. Versprochen.