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Urban Sketching im Tessin

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Endlich wieder einmal die Mini-Malsachen aus dem Rucksack packen. Und gleich am ersten Ferientag habe ich mich auf die Felsen im Verzascatal gesetzt, um diese irrsinnig eindrückliche Flusslandschaft in Skizzen einzufangen. Mit einem Fineliner gezeichnet und mit Aquarellfarben coloriert habe ich auch in den wiederbelebten Strassencafés von Locarno, Ascona und Bellinzona – was die charmanten Kellner manchmal übermütig und manchmal höflich kommentiert haben. Das Resultat steht beim Urban Sketching aber nicht im Mittelpunkt, sondern das genaue Hinschauen, beobachten, eine Szenerie wahrnehmen.   Einmal mehr muss ich mir hinter die Ohren schreiben, dass man fürs Aquarellieren unterwegs kein Skizzenbuch mit dünnen Seiten verwenden sollte. Das Papier wellt sich bei der Berührung mit Wasserfarbe sofort und Korrekturen sind kaum möglich. Ein Notizbuch mit einer Papierstärke ab 120g/m2 aufwärts ist also wichtig. Und der Reisebegleiter mit den gezeichneten Erinnerungen kostet etwa gleich viel wie

Rosarotes Blütenmeer

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Die prachtvoll blühenden Bäume versetzen mich jedes Jahr in Hochstimmung. Und bestimmt habe ich schon tausend Mal auf den Kameraauslöser gedrückt, um diese Wunder der Natur im Bild festzuhalten . Noch mehr Freude macht es, das kitschig schöne Rosarot der Kirschblüten aufs Papier zu malen. Und statt eines Handybilds, das ich sowieso nie ausdrucke, leuchtet die fröhlich-farbige Blütenskizze nun von der Kühlschranktür.  

Im Flow mit dem Skizzentagebuch

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Über Ostern habe ich in meinem jüngsten Skizzentagebuch geblättert. Wie schön es doch war auf der Bodensee-Segeltour im August 2020. Unterwegs hielt ich zeichnend, malend und schreibend Eindrücke und erlebte kleine Geschichten fest. Wegen der Coronapandemie führen Ausflüge zum See derzeit nur bis zur nächsten Hafenbank. Aber auch dafür lohnt es sich, Skizzenbuch und Stifte mitzunehmen. Denn kaum sind die Malsachen ausgepackt, schwups ist er da, der Flow. Im Flow sein heisst ja nichts anderes, als sich selbstvergessen einer beglückenden Tätigkeit hinzugeben.  

Bücher lesen und Flecken malen

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Vom Lesen übers Malen wird man keine bessere Malerin. Das geht nur mit üben. Trotzdem gibt es Kreativ-Bücher mit einer Fülle wertvoller Anregungen. Grossartig ist Felix Scheinbergers Buch DRAINTING (eine Neuschöpfung aus dem Wörtern DRAWING für zeichnen und PAINTING für malen). Der Künstler und Autor ist überzeugt, dass zeichnen und malen zwei Disziplinen sind, die eigentlich zusammengehören. Im Buch erklärt er anhand vieler Beispiele, wie sich die beiden Techniken spielerisch kombinieren lassen. Besonders effektvoll ist der Tipp mit dem Fleck, aus dem ein Fisch werden soll. Ich habe die Anregung umgewandelt und Fleckengesichter und Flecken-Wassertierchen gemalt.

Kritzelei mit Kugelschreiber und Polychromos

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Ein grauer Karton bleibt übrig, wenn das letzte Blatt vom Schreibblock weg ist.   So ein Karton lag neben mir, als ich kürzlich telefonierend auf dem Sofa fläzte. Und da lag auch dieser hübsche Kugelschreiber von Caran d’Ache , mit dem ich beim Plaudern auf dem Karton zu kritzeln begann. Intuitiv skizziert habe ich die einzelne Rose in der Vase auf unserem Stubentisch.     Mit pudrig-weichen Polychromos-Farbstiften gab ich dem Bild ein bisschen Pepp. Und weil es so Freude machte, entstand auf der Karton-Rückseite grad ein zweites Bild mit frei interpretierten Rosenblüten.  Die Polychromos müssen für mich gut gespitzt sein und werden bis zum letzten Zentimeter benutzt. Der mittlere Grauton des Kartons eignet sich übrigens sehr gut für Farbstiftzeichnungen. Auch Skizzenbücher mit grauen Seiten sind dafür toll. Mit weissem Farbstift (ist gut, wenn man mehrere davon hat) lassen sich helle Stellen hervorheben und mit dunklen Farben der Kontrast in die andere Richtung verstärken. Beides so

Winterblätter Meditationsmalen

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Wie schön, nach dem Spaziergang bei Minustemperaturen drinnen aufzuwärmen. Und weil der Kopf nicht mehr viel denken mag, male ich mit kühlen Farben ganz viele Blätter; eins ums andere, bis das Papier übersät ist mit grossen und kleinen Blütenblättern. Auslaufend setze ich als Akzent rote kleine Blätter. Die weissen Ränder um die Blätter geben dem Bild Frische. Und die mit weissem Gelstift gesetzten Punkte lassen es prickeln. So zu malen macht Spass und ist sehr entspannend. Durch das  x-fache Wiederholen der immer gleichen Blattform ist das Bild wie ein Zentangle entstanden. Auch da gilt: Nicht viel studieren, sondern die Formen und Farben einfach auf das Papier fliessen lassen.