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Postkartenmotiv einmal anders

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Die Novembersonne wärmt mein Gesicht. Ich habe Ferien, sitze vor einem Kaffee und zeichne mit dem Bleistift die Kapellbrücke in Luzern. Im Hintergrund leuchtet der Pilatus mit seinen charakteristischen Zacken. Zum Malen benutze ich kein Wasser, sondern den letzten Viertel vom Kaffee und die beiden Blautöne im Aquarellkästchen, vor allem das dunkle Indigo. Das Schweizer Postkartensujet im Skizzenbuch freut mich. Mehr als jedes Handyfoto wird mich die kleine Zeichnung an diesen herrlichen Tag erinnern.       Material: Skizzenbuch A6 mit Aquarellpapier , Wasserfarben , Bleistift Härtegrad B , Spitzer (sehr edel und ein wertiges Geschenk ist der Grössenverstellbare von DUX), Knetgummi von Faber Castell. Madame Pàp 

Süsses veredeln

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Quittengelee wird geliebt oder eben nicht. Für Fans von selbstgemachtem Gelee wie mich, bieten Bauernhof-Selbstbedienungsläden im Spätherbst Quitten an. Unsere Oma übernimmt das Rüsten der harten Früchte und das aufwendige Prozedere mit mehrmaligem Aufkochen. Bis das Gelee eine rotgoldige Farbe bekommt (erst dann ist es fein!) male ich mit Aquarellfarbe eine schöne Etikette. Als Vorlage können gegoogelte Quittenfotos aus dem Internet dienen. Oder man behält eine schöne Quitte und zeichnet sie ab. Am Schluss das Bild abfotografieren, auf selbstklebendes Papier drucken, ausschneiden, aufs Konfitürenglas kleben und fertig ist das zauberhafte Weihnachtsgeschenk!   Meine Quitttengelee-Etikette ist mit Bleistift gezeichnet und Aquarellfarbe gemalt. Andere Techniken gingen auch: Farbstifte, Filzstifte, Tuschestifte.    Madame Pàp

Farben statt Novemberblues

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Malen mit Handschuhen? Das geht. Und ich bin selbst überrascht. Zuerst habe ich normal mit dem Bleistift vorgezeichnet. Dann wurden die Finger wegen der Kälte immer unbeweglicher. Bleistift und Pinsel konnte ich mit Handschuhen nicht mehr so genau führen. Das macht aber nichts, denn so wirken die ineinanderfliessenden Herbstfarben umso malerischer. Die frische Luft tut gut und die Farben gegen den Novemberblues auch.   Meine Mini-Malausrüstung für diese Skizze war einem Bleistift Härtegrad B , zwei Reisepinsel, eine zum Aquarellkästli umfunktionierte Lidschattenpalette und ein kleines Skizzenbuch der Grösse A6 .   Madame Pàp

Es lebe der Farbkontrast

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In meinem ersten Blogeintrag habe ich Euch vom kleinen Glück der Urban Sketcher erzählt. Das werde ich noch oft tun, denn es ist eine fantastische Art, im Moment zu leben, und durch genaues Beobachten einen Ort richtig aufzusaugen. Heute möchte ich Euch inspirieren, das Motiv nicht draussen, sondern im eigenen Kopf zu suchen. Die Fantasie einzusetzen ist eigennützig gedacht. Ich muss mich nämlich zuerst daran gewöhnen, dass es draussen kalt und neblig geworden ist. Da mische ich die Farben gern mal zu Hause. Mein heutiger Tipp: kreativ werden mit zwei Komplementärfarben. Das sind jene Töne, die sich im Farbkreis genau gegenüberliegen. Kontrastreicher als Rot/Grün oder Blau/Orange geht es nicht. Nur zwei Farben verwenden und sie möglichst frei aufs Papier fliessen lassen, da geschehen Wunder, die einem den Nebel subito vergessen lassen.  Madame Pàp

Das Alltagsglück der Urban Sketcher

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Die Welt zeigen, Zeichnung für Zeichung. Diese einfache Idee vereint die weltweite Bewegung der Urban Sketcher. Beim Warten an der Bushaltestelle, beim Verweilen im Lieblingscafé oder im botanischen Garten, greifen sie zu Stift und Pinsel, um den Eindruck eines Ortes einzufangen. Zur losen Gemeinschaft der Urban Sketcher gehören verschiedenste Leute, vom Studenten bis zum Pensionär, vom Künstler bis zum Lehrer. Alle können mitmachen. Es sind inzwischen Tausende, die ihre Zeichnungen in digitalen Netzwerken teilen und so den künstlerischen Austausch finden. Es macht aber auch Spass, einfach für sich selber zu zeichnen, ohne Hemmungen und ohne Druck, dass das Resultat vorzeigbar sein müsste. Denn zeichnen macht glücklich, allein deshalb, weil es kein Richtig und kein Falsch gibt. Ganz klar ist es eine sehr persönliche Art sich auszudrücken. Ein Stift, ein Skizzenheft, und ja, gern eine Tasse Kaffee, mehr braucht es nicht um anzufangen. Madame Pap  Unterwegs in der Provence mit Stift, Far

Min Stift, mis Läbe: Corinne Sutter

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"Lange musste ich grüblen, um von meinen vielen geliebten Stiften überhaupt einen Liebling ausmachen zu können. Trotz gewissermassen schlechten Gewissens, habe ich den Bleistift von Faber Castell auserkoren: Wo auch immer ich bin, ist er bei mir, erweist mir treu seine Dienste, wenn ich eine Idee skizzieren möchte. Ich liebe die weiche Mine (8B), sie ermöglicht schöne Schattierungen und ist, technisch ausgedrückt, druckempfindlich. Ich empfehle grundsätzlich allen, die gerne mit Bleistift zeichnen, sich einen solchen zuzulegen! Wenn ich ihn an Workshops mitbringe, realisiere ich, dass viele Kinder bis dahin erst mit harten Minen zeichneten, drum empfehle ich ihn insbesondere auch den Gestaltungs-Lehrkräften!" Passende MeinStift-Artikel: